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Internationale IT-Projekte

Globale IT-Probleme einfach outsourcen

„Der Teufel steckt im Detail!“ – Diese Erfahrung trifft vor allem auf globale IT-Projekte zu. Vom Stecker über falsche Sprachversionen bis hin zu fehlenden Zulassungen reichen die Probleme, mit denen die IT-Manager in jedem einzelnen Land immer wieder zu kämpfen haben – doch das muss nicht sein.

"So ein Mist", schoss es dem IT-Manager eines Zulieferers im Ländle durch den Kopf, als ihn nachts um 3.00 Uhr der Triumphmarsch aus dem Tiefschlaf riss. Das bekannte Stück aus Verdis Oper Aida ist der Klingelton seines Handys - am anderen Ende der Leitung sprach ziemlich aufgebracht der Niederlassungsleiter der neuen Dependance in China. "Die Geräte sind jetzt in Shanghai eingetroffen, aber der Zoll gibt sie nicht frei. Es fehlen zwei Dokumente und eine Unterschrift. Außerdem wollen die erst noch prüfen, welche Software aufgespielt ist", schimpft sein Kollege in brüchigem Englisch.

Der IT-Manager hatte die letzten Tage und Nächte damit verbracht, alles für die Installation der neuen Systeme aus Deutschland vorzubereiten, doch jetzt hing die weitere Planung völlig in der Luft. "Ich habe so etwas kommen sehen. Ich habe immer wieder meine Bedenken geäußert, aber 'die da oben' meinten ja, das wäre alles ein Kinderspiel", war der zweite Gedanke des IT-Chefs. Doch das half jetzt alles nichts. Das Kind war in den Brunnen gefallen und es sollten noch mehrere solcher Anrufe folgen, bis endlich alle Papiere vorhanden waren, damit der Zoll der Einfuhr seinen Segen gab. Es hätte auch schlimmer kommen können. Die Ware hätte für immer in der Zollabfertigung stecken bleiben können. In der Zwischenzeit tobte das deutsche Management über die erheblichen Verzögerungen bei der Inbetriebnahme und über die Kosten durch den verspäteten Produktionsbeginn.

Obwohl der Fall nur fiktiv ist, ist dieses Beispiel doch kein Einzelfall. "Wir erleben es immer wieder, dass Deutschland die Meinung vorherrscht, man könne ganz einfach IT-Systeme in jedes x-beliebige Land der Welt exportieren - und dann würde das im Handumdrehen genauso gut laufen, wie zu Hause", sagt André Westendorp, Manager International Sales und Marketing bei der deutschen Niederlassung von Logicalis.

Das Unternehmen ist IT Solutions und Managed Services Provider, der mit seiner weltweiten Präsenz globale IT Projekte optimal unterstützen kann. "Mit der zunehmenden Bedeutung der IT in der Wertschöpfungskette ist eine zuverlässige weltweite Bereitstellung der IT-Infrastruktur für jedes global agierende Unternehmen von allergrößter Bedeutung", so Westendorp weiter. Damit spricht er einen wichtigen Trend an, denn in der Vergangenheit hatten die IT-Systeme in den Niederlassungen nur eine unterstützende Funktion.

IT ist Teil der Wertschöpfungskette

Doch wie Westendorp richtig ausführt: Die Zeiten haben sich gewandelt. IT ist heute in vielen Betrieben der Backbone des Unternehmens und mit zunehmender Digitalisierung steigt deren Bedeutung weiter an. "Gerade beim boomenden IoT-Markt kommen verschiedene Probleme zusammen, wie extrem unterschiedliche länderspezifische Automatisierungssysteme, verschiedene Kommunikationstechnologien sowie extrem uneinheitliche Mitarbeiterqualifikationen. Das alles weltweit unter einen Hut zu bringen, erfordert viel Erfahrung und ein straffes Handling", sagt Harald Weiss, IT-Analyst mit Schwerpunkt IoT und internationale IT-Anwendungen.

Großunternehmen sehen die Vorteile im Problem-Outsourcing

Natürlich könnten die großen, weltweit operierenden -Unternehmen auch selbst in jeder ihrer Ausland-Niederlassungen das erforderliche IT-Knowhow aufbauen, mit lokalen Partnern arbeiten und dann ergänzend eine zentrale Koordinations- und Management-Stelle einrichten. Doch das ist meistens teurer und nervenaufreibender als die Einbindung eines globalen Partners. "Ein Großunternehmen hat mit den spezifischen Herausforderungen in den jeweligen Länder ja meist nur sporadisch zu tun - und diese Bedingungen ändern sich ständig. "Wir aber machen das am laufenden Band - kennen also alle Fallgruben und Stolpersteine aus anderen Projekten", führt Westendorp als einen der Hauptgründe ins Feld, warum sich immer mehr Großunternehmen für eine Zusammenarbeit mit Logicalis entscheiden. "Dabei wissen wir auch, welche Produkte der Kunde wie einsetzt, welche Vorgaben bei Installationen zu beachten und wie neue Systeme in das weltweite IT-Management einzubinden sind - wir stellen damit sicher, dass die Projekte des Kunden weltweit zu dem mit ihm vereinbarten Standards ausgeführt werden." so Westendorp weiter.

IoT: Ein ganz spezieller Wachstumsmarkt

Zum Angebot von Logicals gehören nicht nur Beschaffung und Installation der gewünschten IT-Systeme, sondern auch die Wartung und das Hosting von Applikationen. Logicalis betreut dabei mit 6.500 Mitarbeitern in 26 Ländern mehr als 10.000 Kunden. Diese Mitarbeiter in den Ländern setzen dann jeweils vor Ort das um, was zentral mit der Muttergesellschaft des Kunden vereinbart wurde. "26 Länder hört sich zunächst nicht sehr viel an, aber die EU ist praktisch ein Binnenmarkt mit nahezu einheitlichen Regeln - von den Stromsteckern mal abgesehen. Das bedeutet, dass wir praktisch in über 50 Ländern vor Ort vertreten sind. Damit decken wir über 90 Prozent der Länder ab, in denen deutsche Industriebetriebe aktiv sind", erläutert Westendorp die globale Aufstellung des Unternehmens. Seiner Ansicht nach fokussieren sich die Expansionsstrukturen der Deutschen hauptsächlich auf fünf Länder: China, USA, Australien, Mexiko und Brasilien.

Strukturierte Vorgehensweise

Oftmals haben Unternehmen zwar den Wunsch, bei ihrer internationalen IT unterstützt zu werden, suchen aber nur kurzfristige Problemlösungen oder Unterstützung in Einzelprojekten. "Wir helfen gerne bei einzelnen Projekten, es ist aber sinnvoll, strukturiert einen Rahmen für die dauerhafte Zusammenarbeit zu definieren." so Michael Kuske, Chief International Sales Officer bei Logicalis. Logicalis bietet hier das Anywhere Service-Konzept, bei dem Kunden entsprechend Ihres Bedarfs ein Level der Zusammenarbeit aus drei verfügbaren Kategorien auswählen. "Die bewusste Auswahl einer der Kategorien hilft dem Kunden zu reflektieren, wo er steht, und auch, wo er hinmöchte. Daraus ergibt sich ein gemeinsames Verständnis für die Zusammenarbeit." so Kuske weiter. Im Idealfall migrieren Kunden mittelfristig auf das höchste Level, bei der das Bereitstellung der kompletten internationalen IT Infrastruktur durch Logicalis erfolgt - und bei Bedarf auch mehr.

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